Wie jeder weiß, haben Männer und Frauen mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen, die sich daraus ergeben, dass sie entweder ein Mann oder eine Frau sind. Ob es nun um die Gesundheit der Geschlechtsorgane und des Harntrakts, um Hormonstörungen oder um Fettpolster geht, hier sind 10 der häufigsten Gesundheitsprobleme, die speziell Frauen betreffen.

1 – Herzkrankheiten. Es handelt sich um ein allgemeines Problem, das jedoch Frauen in besonderem Maße betrifft, da es die häufigste Todesursache bei Frauen ist. Viele Frauen halten die Symptome einer Herzerkrankung für hormonell bedingt oder fühlen sich einfach “nicht gut drauf”; doch Erschöpfung, Atemnot oder Unwohlsein können Anzeichen einer Herzerkrankung sein. Nach der Menopause können ein niedrigerer Östrogenspiegel und ein höherer Blutdruck die Situation verschlimmern.

2 – Schlaganfall – auch dies gilt für alle. Aber für Frauen wird es durch die Schwangerschaft noch riskanter. Eine übermäßige Blutgerinnung oder auch Hyperkoagulabilität erhöht das Risiko, dass ein Blutgerinnsel im Gehirn entsteht, was im Wesentlichen einen Schlaganfall darstellt. Auch die Präeklampsie, der medizinische Begriff für Bluthochdruck in der Schwangerschaft, erhöht das Risiko eines Schlaganfalls.

3 – Diabetes. Auch dies wird durch die Schwangerschaft noch verschlimmert. Das gilt keineswegs nur für Frauen, aber Diabetes verursacht bei Frauen ein etwa viermal höheres Risiko für Herzerkrankungen als bei Männern. Aber auch der Schwangerschaftsdiabetes selbst kann Probleme verursachen; er erhöht das Risiko von Geburtsfehlern und Fehlgeburten und kann bei manchen Frauen auch nach der Geburt bestehen bleiben.

4 – Harnwegsinfektionen. Leider sind Harnwegsinfektionen bei Frauen aufgrund des komplexen Aufbaus des Urogenitalsystems sehr viel häufiger als bei Männern, vor allem wegen der engen Harnröhre. Bakterien haben einen viel kürzeren Weg zur Blase und Harnwegsinfektionen profitieren im Wesentlichen von den natürlichen Bakterien und Enzymen im Urogenitalsystem der Frau.

5 – Osteoporose (brüchige Knochen) Frauen haben im Durchschnitt eine geringere Körpermasse als Männer, und dementsprechend sind auch ihre Knochen kleiner. Damit ist ein erhöhtes Risiko für Osteoporose verbunden. Allerdings besteht bei Frauen nach der Menopause aufgrund feiner körpereigener Veränderungen ein erhöhtes Risiko für dieses Problem. Zudem haben Frauen mit einem niedrigeren BMI ein noch höheres Risiko.

6 – Alzheimer-Krankheit. Wie die meisten der genannten Probleme betrifft auch dieses nicht ausschließlich Frauen, aber sie sind auf jeden Fall anfälliger dafür. In einer aktuellen Studie waren von allen Alzheimer-Patienten in den USA etwa zwei Drittel Frauen. Man geht davon aus, dass dies größtenteils entweder auf die Genetik oder auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass Frauen länger leben und daher mehr Probleme haben, die mit dem Alter einhergehen.

7 – Sexuell übertragbare Infektionen. Aufgrund der kürzeren Harnröhre sind Frauen anfälliger für Geschlechtskrankheiten als Männer, da ihr Urogenitaltrakt eine Brutstätte für Bakterien und Viren sein kann. Im Gegensatz zu Männern besteht bei Krankheiten wie HPV jedoch ein erhöhtes Risiko, an Gebärmutterhalskrebs und Unfruchtbarkeit zu erkranken.

8 – Brustkrebs. Während Männer unter diesem Problem leiden können und dies auch tun (wenn Brustgewebe vorhanden ist, kann es sich in Krebs verwandeln), ist Brustkrebs die zweithäufigste Krebsart bei Frauen. Das Vorhandensein von BRCA1- und BRCA2-Genen erhöht das Risiko zusätzlich. Da Frauen in und um ihre Brüste herum komplexere Funktionen haben, ist das Potenzial für die Entwicklung von Krebszellen wesentlich größer.

9 – Gebärmutterfibrome. Dabei handelt es sich um glatte Muskelzellen, die sich in Tumore verwandeln und die Gebärmutterwand oder die Gebärmutter auskleiden, oder beides, wenn die Störung nicht beseitigt wird. Dies ist eine weitere dieser bedauerlichen “frauenspezifischen” Gesundheitsbeschwerden, die sich aus dem unterschiedlichen Fortpflanzungssystem ergeben. Oft können sie ohne einen invasiven Eingriff entfernt werden, aber gelegentlich ist eine Hysterektomie erforderlich.

10 – Störungen des Beckenbodens. Diese treten zwar auch bei Männern auf, aber leider ist die Schwächung der Beckenbodenmuskulatur bei Frauen stärker ausgeprägt, vor allem in höherem Alter, aber auch nach einer Geburt, vor allem, wenn eine Frau bereits mehrmals entbunden hat. Dies kann zu Harn- und Stuhlinkontinenz sowie im schlimmsten Fall zu einem Beckenorganvorfall führen.